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Willkommen bei streunerkatzen.de
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Überlegungen vor der Anschaffung
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Die Anschaffung einer Katze sollte wohl überlegt sein, Katzen werden zwischen 12 und 15 Jahre alt, können sogar bis über 20 Jahre leben! Es ist also eine Entscheidung für eine sehr lange Zeit. Und es gibt eigentlich gar keine Katzenbesitzer - die Katze hält sich nämlich einen Menschen und nicht etwa umgekehrt!
Man sollte sich also vor der Anschaffung einer Katze bewusst darüber sein, dass man sein Leben umzustellen hat! Katzen haben einen eigenen Kopf, sind nicht unterwürfig, wie ein Hund, die Erziehung erfordert einiges an Konsequenz und Geduld und sie brauchen ständige Pflege. Sie brauchen täglich gesundes und abwechslungsreiches Futter, die Katzentoilette muss mindestens einmal täglich gereinigt werden, sie müssen gekämmt oder gebürstet werden. Man muss dafür sorgen, dass die Tiere frei von Parasiten (z. B. Flöhen und Würmern) bleiben, regelmäßige Impfungen gegen verschiedene Katzenkrankheiten sind erforderlich, sie sollten auf jeden Fall kastriert werden, damit das Katzenelend nicht noch größer wird. Katzen lieben Ruhe, Ausgeglichenheit, Harmonie und einen geregelten Tagesablauf. Hektik und Stress sind Gift für die Katzenseele und führen häufig zu Verhaltensproblemen beim Tier.
Bedenken muss man auch, dass eine Katze einen ausreichend großen Lebensraum benötigt, sie sollte zur ganzen Wohnung Zutritt und nur wenige Tabuzonen (z.B. Herd, Anrichte, Esstisch) haben. Katzen haben ein wunderbar weiches Fell, aber man darf nicht vergessen, dass sie das ganze Jahr über Haare verlieren, besonders im Frühjahr und Herbst zum Fellwechsel. Sie kleckern mit Futter, das Katzenstreu verteilt sich in der ganzen Wohnung, es werden Pflanzen benagt, Papier zerfetzt. Das bedeutet einen Mehraufwand an Hausarbeit. Besonders junge Katzen bewegen sich oft ungeschickt, da gehen schon mal Dekogegenstände zu Bruch. Die Tiere können krank werden oder einen Unfall haben. Dann kommen eventuell sehr hohe Tierarztkosten auf einen zu oder auch jahrelange Behandlung mit Medikamenten.
Manche Katzen benutzen lieber ein antikes Möbelstück oder das Sofa zum Krallenschärfen statt ihres Kratzbaums. Katzen würgen öfters Haarballen oder gefressene Pflanzenteile hervor, das kann dann auf dem neuen Teppich oder dem Sofa passieren. Bei längerer Abwesenheit muss ein Catsitter gefunden werden, der die Tiere füttert und versorgt. Sonst muss man die Tiere in eine zuverlässige Katzenpension bringen, was wieder finanziellen Aufwand bedeutet. Wenn die Tiere nur in der Wohnung ohne Freilauf gehalten werden, sollte man auf jeden Fall zwei Tiere halten, weil sie sonst vereinsamen und verkümmern.
Das alles gehört dazu, wenn man eine Katze als Haustier hat und man sollte sich unbedingt VOR der Anschaffung überlegen, ob man bereit ist, diese Verpflichtungen für eine Zeit von bis zu 20 Jahren einzugehen!!
Seid ihr bereit?
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Kätzchen oder erwachsene Katze?
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Kleine Kätzchen sind aufgrund ihrer Unbeholfenheit und Hilfsbedürftigkeit sehr anziehend. Die meisten Menschen ziehen ein Kätzchen einer erwachsenen Katze vor, sie wollen ihren neuen Gefährten heranwachsen sehen oder glauben, dass sich eine ältere Katze nicht an die neue Umgebung und die neue Familie anpassen kann. Viele meinen, dass ein kleines Kätzchen ein unbeschriebenes Blatt ist, das sich leichter erziehen lässt. Der Charakter eines Kätzchens liegt aber schon weitgehend fest, wenn man es mit mindestens 12 Wochen zu sich holt und ist geprägt von genetischen Faktoren und auch der Umgebung, in der das Tier bis dahin aufgewachsen ist. Die Behandlung des Züchters ist auch ausschlaggebend für das Verhältnis zwischen neuem Besitzer und der Katze. Die Bemühungen des neuen Besitzers zeigen zwar langfristig Wirkung, aber man kann den Charakter auch eines jungen Kätzchens nur noch verfeinern.
Ein Kätzchen wird sich Ihnen schnell anschließen, aber man muss sich mit ihm sehr viel beschäftigen, weil es einen unermüdlichen Spiel- und Bewegungsdrang hat. Da eine junge Katze noch nicht weiß, was erlaubt und verboten ist, muss man ihr mit viel Geduld, Konsequenz, Zeit und Liebe alle Spielregeln des Hauses beibringen.
Erwachsene Katzen können sich tatsächlich ebenso schnell an eine neue Situation anpassen, wie junge Tiere und die Bindung an den Menschen wird in der Regel genauso fest. Ältere Katzen sind schon aus den Flegeljahren heraus und vom Verhalten her ruhiger und gelassener. Sie verfügen bereits über einiges an „Grundwissen“ und sind deshalb meistens einfacher zu erziehen. Jemand, der berufstätig ist, trifft sicherlich mit einem älteren Tier eine bessere Wahl, weil es nicht so zeitaufwendig ist.
Häufig wird vermutet, dass es sich bei älteren Katzen um Problemtiere handelt. Das ist aber nur selten der Fall. Viele Tiere werden Opfer von veränderten Lebensumständen des Besitzers (Umzug, Allergie, Scheidung, Auslandsaufenthalt usw.) und werden deshalb abgegeben, landen in Tierheimen oder bei anderen Tierschutzverbänden oder werden schlimmstenfalls ausgesetzt. Es gibt aber auch Fälle, in denen eine Katze neu vermittelt werden muss, weil sie sich absolut nicht mit den anderen Tieren im Haus verträgt, aggressiv oder extrem ängstlich ist oder ständig überall markiert. Wenn hier gar keine Behandlung oder Änderung der Lebensumstände des Tieres hilft, ist es wohl für die Katze die bessere Alternative, in ein neues Heim zu kommen, weil sie sich offensichtlich nicht wohl fühlt. Auch diese Problemkatzen können in einem neuen Zuhause ganz andere und positive Eigenschaften zeigen, wieder umgänglich und vertraut werden. Zeit, Geduld und Liebe können das Wesen eines solchen Tieres wieder auf die richtige Bahn bringen. Natürlich hängt das immer von den jeweiligen Umständen ab, ich selbst habe aber nur positive Erfahrung mit der Aufnahme älterer Katzen gemacht.
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