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Die Lautsprache

Katzen geben eine Vielzahl unterschiedlicher Laute von sich, die sich keinesfalls nur auf ein Miauen oder Schnurren beschränken, wie oft angenommen wird . Jeder Laut kann in unterschiedlichen Tonlagen und Stärken abgegeben werden, womit auch verschiedene Stimmungen zum Ausdruck gebracht werden. In Forschung und Wissenschaft sind bisher 16 verschiedene Laute bekannt, womit Katzen untereinander und auch mit dem Menschen kommunizieren.

Miauen
Katzen miauen in allen möglichen Tonlagen von leise bis laut, von liebevoll bis schrill. Es kann sich fordernd, fragend, aufgeregt, niedergeschlagen, klagend, verlassen anhören. Kleine Kätzchen kommunizieren auf diese Art mit ihrer Mutter, die so herbei gerufen wird, wenn dem Kätzchen etwas fehlt. Auch gegenüber dem Menschen werden diese Laute angewandt, wird er doch oft von der Katze als Muttertier akzeptiert. Verwilderte erwachsene Katzen führen eher ein stilles Leben, ihre Laute sind leise und kaum hörbar, damit sie für Feinde nicht so leicht zum Ziel werden und sich selbst nicht den Beutetieren verraten.

Schnurren
Katzen schnurren normalerweise, wenn sie sich wohl fühlen. Es ist Ausdruck für Wohlbehagen, Entspannung und Geborgenheit. Das Schnurren wird aber auch zur eigenen Beruhigung eingesetzt z.B. großer Aufregung bei einem Tierarztbesuch oder bei einer Verletzung, die starke Schmerzen verursacht. Selbst sterbende Katzen können schnurren.

Knurren 
Das Knurren ist ein Warnlaut; treffen Katzen auf einen Gegner, wird damit ein möglicher Angriff signalisiert. Oft geht das Knurren einher mit  Drohgebärden wie gesträubtem Fell, Buckel machen und seitlichem Gang, wie bei einer Krabbe. Auch gegenüber dem Menschen wird das Knurren angewandt, wenn das Tier z.B. nicht beim Schlaf oder Fressen gestört werden möchte.

Fauchen
Mit dem Fauchen wird Angst, aber die letzte Warnung vor dem Angriff signalisiert. Die Katzen versuchen damit einen drohenden Kampf abzuwehren, wenn sie in die Enge getrieben sind. Das Fauchen wird in gesteigerter Form von einer Art Spucken begleitet. Zieht sich der Gegner jetzt nicht zurück, ist ein Kampf unausweichlich…

Gurren
Mit einem hohen Gurren begrüßen sich die Katzen untereinander freundlich. Mischen sich Maunztöne unter das Gurren, „plaudert“ die Katze. Mit dieser Art der Kommunikation ruft und begrüßt die Katzenmutter ihre Jungen; auch erwachsene Katzen behalten das Gurren in ihrem Sozialverhalten bei. Auch „ihren“ Menschen begrüßen die Katzen mit diesem Gurren und muntern ihn zum schmusen, streicheln und spielen auf.

Schnattern
Das Schnattern ist der verbale Ausdruck von Frustration bei den Katzen. War die Katze z.B. beim Fliegenfang nicht erfolgreich und das Objekt der Begierde sitz nun in unerreichbarer Höhe, wird dieser Laut ausgestoßen. Das Schnattern gibt die Katze beim misslungenen Beutefang unbewusst von sich und nimmt die hohe Anspannung aus dem Körper.